Roller kaufen - Neu oder gebraucht? Infos und Tipps zum Thema 50ccm Rollerkauf


Die kleinen 50ccm Motorroller boomen seit vielen Jahren wie verrückt. Dementsprechend groß ist auch das Angebot auf dem Markt für neue und gebrauchte Roller. Der Kauf eines Rollers ist für die meisten von uns schon eine recht kostspielige Angelegenheit. Daher sollte die Kaufentscheidung gut überlegt und durchdacht sein. Es gibt viele Dinge, die man beachten sollte um Fehler beim Kauf zu vermeiden. Ein Fehlkauf bei seinem Roller ist extrem ärgerlich. In diesem Artikel werden hoffentlich hilfreiche Infos und Tipps zum Thema "Roller kaufen" gegeben.


Roller neu kaufen


Die Preise für einen neuen Roller sind je nach Marke sehr unterschiedlich. So liegt z.B. der Preis für einen neuen Yamaha Aerox 50ccm aktuell bei 2.595 Euro (UVP vom Hersteller Yamaha). Die Peugeot-Modelle Speedfight 3 (ab 2.129 Euro) und JetForce (ab 2.459 Euro UVP) liegen auf einem ähnlichen Preisniveau. Die genannten Rollermodelle gelten allgemein als technisch hochwertige Markenroller und befinden sich im oberen Preissegment der 50ccm Roller.

Es gibt jedoch auch neue 50ccm Roller zu einem wesentlich günstigeren Preis. Dieses sind zumeist Roller, die günstig in China oder anderen Ländern mit geringen Produktionskosten hergestellt werden. Diese allgemeinhin als "China-Roller" oder Baumarktroller bezeichneten Roller kann man schon ab ca. 600 Euro bekommen. Man muss sich nur vor Augen führen, dass im Verkaufspreis von 600 Euro die Gewinne des Herstellers und der Zwischenhändler, die Steuern sowie die Transportkosten schon inbegriffen sind! Die Herstellungskosten in China für so einen Billigroller werden dann sicherlich nicht mehr als ca. 100 Euro für den kompletten Roller betragen. Bei 100 Euro Herstellungskosten für den kompletten Roller können im Prinzip nur Billigteile verwendet werden.

Im Gegensatz zu echten Markenrollern läßt bei diesen Billig-Rollern die Qualität der Verarbeitung und der verbauten Teile zwangsläufig zu wünschen übrig. Hauptsache billig ist bei China-Rollern eben das oberste Motto.

Neue Roller kann man heutzutage von Fachhändlern, Werkstätten, Online im Internet, in Baumärkten und sogar in Kaufhäusern kaufen. Es lohnt sich, wenn man sich vor dem Kauf gründlich informiert. Das Internet macht's möglich.


Roller gebraucht kaufen


Für viele von uns würde der Kauf eines neuen Rollers das Budget sprengen. Bleibt als Alternative der Kauf eines gebrauchten Rollers. Ein gebrauchter Roller muss nicht grundsätzlich schlechter als ein neuer Roller sein. Oft sind gut gepflegte gebrauchte Markenroller technisch besser im Schuss als z.B. ein neuer China-Roller. Internet-Foren sind voll mit derartigen Erfahrungen von Rollerfahrern.

Angebote für gebrauchte Roller findest Du Online in:

  • Kleinanzeigen-Portale (z.B. Ebay-Kleinanzeigen)
  • Online-Fahrzeugmärkten (Mobile.de)
  • Ebay


Natürlich kann man auch in den Inseraten von Zeitungen und Fachzeitschriften günstige Angebote für gebrauchte Roller finden.

Wenn Du dich noch nicht so gut mit Rollern auskennst, ist es auf jeden Fall ratsam, sich vor dem Kauf über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Roller-Modelle zu informieren. Die besten Eindrücke bekommt man in Online-Rollerforen. Dort schreiben echte Roller-Fahrer über ihre echten Erfahrungen. Verkaufsbeschreibungen in Online-Shops und Broschüren sind für diesen Zweck ungeeignet, weil sie zum Teil das Blaue vom Himmel lügen bzw. gravierende Nachteile einfach verschwiegen werden.

Wenn Du dann nach der Online-Recherche eine engere Auswahl an angebotenen Rollern getroffen hast, geht es in die eigentliche heiße Phase des Rollerkaufes. Es gibt nämlich noch einige weitere Dinge, die man beim Kauf eines gebrauchten Rollers beachten sollte.


Probefahrt


Grundsätzlich sollte man keinen Roller kaufen, den man nicht vorher zur Probe gefahren hat. Nur durch eine Probefahrt kann man feststellen, ob einem die Sitzposition, die Bedienung und das Fahrverhalten des Rollers zusagt. Einige China-Roller sind nämlich manchmal für mitteleuropäische "Riesen" recht klein geraten. Außerdem kann man sich nur bei einer Probefahrt einen wirklichen Eindruck über die Leistung und dem Zustand von Motor und Getriebe des Rollers machen. Auch so manche Lagerschäden kannst Du schon frühzeitig bei einer Probefahrt erkennen.


Einen Fachmann zum Kauf- bzw. Besichtigungstermin mitnehmen


Es ist in jedem Fall von Vorteil, wenn Du einen Bekannten, der sich gut mit Rollern auskennt, mit zum Kauftermin nimmst. Vier Augen sehen mehr als zwei. Im Eifer des Gefechtes übersieht man schon mal den einen oder anderen Mangel am Fahrzeug.


Weitere Tipps für den Gebrauchtkauf eines Rollers


In diesem Artikel Gebrauchte Roller kaufen - Wie man sich am besten vor kostspieligen Fehlern beim Kauf eines gebrauchten Rollers schützt findest Du weitere Infos und eine Checkliste für den Gebrauchtkauf eines 50ccm Rollers.


Roller auf Rechnung kaufen


Als Kauf auf Rechnung wird eine Zahlungsmethode bezeichnet, bei der der Verkäufer eine Rechnung für den Roller ausstellt und dem Käufer gleichzeitig eine Zahlungsfrist zur Begleichung der Rechnung einräumt. Als Zahlungsfrist werden oft 14 Tage vereinbart. Der Rollerkauf auf Rechnung hat den Vorteil für den Käufer, dass man das gekaufte Fahrzeug erstmal in aller Ruhe ausprobieren kann bevor man den vereinbarten Kaufpreis bezahlt. Händler machen das in der Regel nicht so gerne, denn für sie entsteht dadurch die Gefahr eines Zahlungsausfalls. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick kann man sich aber durchaus mit dem einen oder anderen Händler auf diese Zahlungsmethode einigen.


Roller auf Raten kaufen


Der Ratenkauf wird heutzutage von vielen Händlern und Roller Online-Shops angeboten. Zur Absicherung holen sich die Verkäufer allerdings in der Regel sehr persönliche Auskünfte über den Käufer ein. Dazu zählt z.B. eine Bonitätsprüfung über die Schufa. Beim Kauf auf Raten werden üblicherweise Zinsen berechnet, weil der Ratenkauf ja nichts anderes als eine Art Darlehn ist. Hier muss man als Käufer natürlich darauf achten, dass einem der Verkäufer keine Wucherzinsen berechnet.

Laut Gesetz dürfen Jugendliche unter 18 Jahren keinen Kauf auf Raten selbstständig durchführen. Das geht nur, wenn ein Erziehungsberechtigter dafür bürgt.